Seit 2003 verwandelt sich der Innenhof des Schlosses alle zwei Jahre zum Schauplatz eines ganz besonderen Ereignisses, des Open Air Schloss Solitude. Vor der traumhaft illuminierten Schlosskulisse präsentieren sich Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt, um unter freiem Sternenhimmel musikalische Spitzenkultur darzubieten. Ende Juli, wenn die Theater und die Konzerthäuser ihre Pforten geschlossen haben, verabschiedet das Musik Podium Stuttgart das kunstinteressierte Publikum mit einem denkwürdigen Abend in die Sommerpause.

Insgesamt dreimal wurde dabei Mendelssohns Ein Sommernachtstraum nach Shakespeare aufgeführt, ein Werk, dessen Beliebtheit bis heute ungebrochen ist und durch Teile wie den "Hochzeitsmarsch" in Filmen, Festen oder Popsongs populistisch vermarktet wird. Nach inszenierten Aufführungen von Griegs Peer Gynt, Jommellis Didone oder Glucks Orfeo ed Euridice in enger Zusammenarbeit mit der Akademie Schloss Solitude kamen im Jahr 2015 die zwei selten aufgeführte Schauspielmusiken von Felix Mendelssohn Bartholdy zur Aufführung: Antigone und Oedipos in Kolonos.

Das Programm auf Schloss Solitude wird seit mehreren Jahren abgerundet von einer Einführungsveranstaltung mit rennomierten Kennern der aufgeführten Werke, einer Lesung mit der Schauspielerin Barbara Stoll sowie einem Menü, zu dem der Spitzenkoch Jörg Mink in die Schlossgastronomie einlädt.

Das Open Air Schloss Solitude steht für herausragende Qualität und sommerliche Atmosphäre. Fast 2.000 Menschen zieht es jedes Jahr in den Schlosshof, um einige Stunden dem Genuss einer außergewöhnlichen Darstellung vor märchenhafter Kulisse zu widmen. Auch die Presse konnten wir von Beginn an für die Veranstaltung begeistern:

"Manch einer mochte anfangs noch gespannt in Richtung des Waldes blicken, darauf warten, wie die Dämmerung ihre Flügel ausbreiten oder der Mond die Erde still küssen würde. Aber die entscheidenden Reize kommen nicht von solch romantischem Surplus der Wirklichkeit, sie resultieren aus einem schlüssigen Konzept der Integration. Klarheit, lichte Präzision ist es, mit der Frieder Bernius und die Musiker seiner Klassischen Philharmonie verzaubern."
berichtet die Stuttgarter Zeitung im Jahr 2003 über das erste Open Air Schloss Solitude.

"Huschende Geigentöne und leuchtende Holzbläserfarben künden von Irrealem, Unirdischem. Fantastische Wesen, Elfenkönige, Feen und seltsame Halbgestalten bevölkern den Hof von Schloss Solitude. Sie alle hat Frieder Bernius an den Hof gerufen, sie versammelt zum nächtlichen Sommertraum nach Shakespeare und Mendelssohn. Die Open-Air-Konzerte des Stuttgarter Musikpodiums sind alle Jahre ein erfreulich unprätentiöses Event an illustrem Ort."
schreibt die Stuttgarter Zeitung im Jahr 2007 über das Open Air Schloss Solitude